Scientist of Diving und Wassertreter

am

Tag 75, 11.06.: Scientist of Diving.

Am Sonntagmorgen war ich früh wach und spielte die Übungsfragen für den Spezialkurs Science of Diving noch mehrere Mal durch. Dann wollten wir den Schwimmtest fortsetzen und das Wassertreten im Pool am Prik Thai abschließen. Leider waren beide Becken des Pools mit Tauchern besetzt und so mussten wir kurzfristig umplanen. Mein Instructor und ich einigten uns darauf zur Tauchschule zu fahren und den Wasserstand am Strand zu checken. Wenn der Wasserstand hoch genug ist, dann wollten wir das Kartierungsprojekt fortsetzen, sonst den Theorietest für Science of Diving abschließen. Als ich zuerst an der Tauschule ankam, fiel ich fast vom Stuhl als ich den Wasserstand sah. So flach habe ich das Wasser noch nie gesehen. Von daher war klar, dass wir den Theorietest schreiben. Der Test besteht aus 100 Fragen. Nach ca. 15 Minuten war ich fertig und hatte 2 Fragen falsch beantwortet, also nur 98% richtig. Was eine Schande! Waren aber auch blöd gestellte Fragen. Aber trotzdem: Jetzt bin ich Scientist of Diving.

Nach einem Massaman Curry zum Mittagessen bei Papim, ging es auf das Nachmittagsboot. Der erste Tauchgang war an Twins, wo ich das Tauchgangsbriefing, das Guiden und Navigieren für mich und meinen Instructor übernahm. Nach ca. 12 Minuten Tauchgang hat sich mein Instructor verabschiedet, ich drehte mich um und er war weg. Ich schwamm kurz die Strecke ab, die wir zurücklegten, konnte ihn aber nicht finden. Also machte ich das, was man im Tauchgangsbriefing abspricht, kontrolliert aber ohne Sicherheitsstopp an die Oberfläche zu tauchen. Dort sollten wir uns dann wieder treffen, wenn sich alle an die Absprache halten. Ich tauchte also auf und wartete an der Oberfläche. Ich war mir unsicher, ob das ein Test oder wirklich ein Notfall war. Nach ca. einer Minute schwamm ich zurück zum Boot, stieg aus dem Wasser und rief in der Tauchschule an, sagte dabei, ich wisse nicht ob es ein Test oder Notfall sei. Man sagte mir einfach auf dem Boot zu warten. Etwa 30 Minuten später tauchte mein Intructor dann mit einer Fun Diver Gruppe von uns auf. Er meinte ich hätte ihn nicht genug beobachtet und daher habe er sich alleine gelassen gefühlt und der anderen Gruppe angeschlossen, er sei aber nicht absichtlich weggeschwommen. Jaja 😌.

Im nächsten Tauchgang waren wir am White Rock. Ich durfte nun zur Übung die Gruppe Fun Diver briefen, auch wenn ich nicht mit ihnen tauchen ging. Mein Instructor und ich waren wieder nur zu zweit unterwegs, aber dieses Mal achtete ich mehr auf ihn, dass er nicht wieder abhaut. Der Tauchgang war sehr gut, wir haben einige Muränen gesehen. Unter anderem eine große Muräne, die keine Weißaugenmuräne war. Bisher habe ich hier um Koh Tao nur Weißaugenmuränen gesehen. Es war ein sehr guter Tauchgang und auch mein Instructor war mit mir zufrieden.

Am Abend wollten wir eigentlich noch das Wassertreten testen, allerdings verabredeten wir uns für 19 Uhr am Pool. Kurz bevor wir uns treffen wollten, fiel mir aber ein, dass der Pool nur bis 18 Uhr geöffnet ist. Wir gingen stattdessen zum Abendessen und verabredeten uns für den nächsten Morgen um 8.30 Uhr am Pool.

Tag 76, 12.06.: Wassertreten.

Um 8.30 Uhr trafen wir uns am Pool. Trotz dass wir so früh waren, waren zwei Gruppen Taucher an dem Pool unterwegs. Sie waren aber gerade noch mit dem Aufbau ihres Equipments beschäftigt und das tiefe Becken war leer. Wir ergriffen also die Chance, gingen in das tiefe Becken und starteten auch sogleich mit dem Wassertreten: 15 Minuten den Kopf über Wasser halten nur unter Bewegung der Beine, die Arme dürfen nicht als Hilfe verwendet werden. Die letzen beiden Minuten sollte ich dann noch meine Ellenbogen aus dem Wasser heben. Nach den 15 Minuten war ich auch etwas aus der Puste, war aber froh einen weiteren Schritt in Richtung meines Divemasters gemacht zu haben.

Anschließend sind wir in die Tauchschule gefahren um etwas Theorie zu lernen. Der andere DMT und ich sollten heute ein Objekt aus dem Wasser heben, mit Hilfe eines Hebesacks (Liftbag). Wir besprachen also wer alles an einer Bergung beteiligt ist und wie die Bergung abläuft. Dann lernten wir einen Knoten für das Seil mit dem wir den Hebesack und das Objekt verbinden sollten. Den Knoten habe ich zuerst gar nicht hinbekommen, aber anschließend in der Mittagspause so oft geübt, dass ich ihn auch mit verbundenen Augen machen konnte. Denn unter Wasser wird das ganze später noch mal schwieriger.

Nach dem Mittagessen gingen wir auf das Nachmittagsboot. Wir fuhren zur Ostseite der Insel, in die Aow Leuk Bay, genauer gesagt zu dem Tauchplatz Hin Ngam, der in derselben Bucht an einer Felsenklippe liegt. Zuerst sind wir in das Wasser und haben an der Oberfläche zwei Tauchfertigkeiten geübt: Das Ab- und Anlegen des Bleigurtes und das Ab- und Anlegen des Jackets samt Tauchflasche. Danach sind wir abgetaucht und etwas mehr Richtung flacheres Wasser getaucht. Dort haben wir dann einen Dry Bag mit 5kg Gewicht auf dem Boden platziert. Das war unser Objekt, das wir bergen sollten. Zunächst übernahm der andere DMT die Hauptrolle und sollte den Hebesack an dem Objekt befestigen und die Bergung durch Befüllen des Hebesacks mit Luft einleiten. Ich war zunächst nur in der Rolle des Assistenten. Danach starteten wir die Bergung erneut, allerdings war ich in der Hauptrolle und der andere DMT mein Assistent. Den Knoten habe ich direkt hinbekommen, das Üben hat sich also gelohnt! Die Bergung hat ohne Probleme geklappt und wurde sogar vom Instructor gefilmt. Anschließend brachten wir die Ausrüstung für den Bergung zurück zum Boot und starteten einen erneuten Tauchgang, den ich als Guide leiten sollte. Kurz bevor ich eigentlich schon auftauchen wollte, führte der Instructor mit uns noch eine Tauchfertigkeit durch. Danach habe ich verpeilt noch mal nach der Luftreserve der beiden zu fragen. Mein Instructor war nun schon unter 50 bar und ich hätte den Aufstieg einleiten müssen. Naja, das nächste Mal wird es besser.

Im zweiten Tauchgang waren wir an Shark Island. Ein kleiner Felsen süd-östlich von Koh Tao, der aus dem Wasser ragt. Die Insel heißt nicht so, weil es hier besonders viele Haie gibt, sondern weil der Fels aussieht wie die Rückenflosse eines Hais. Dieser Tauchgang war wirklich wunderbar. Das lag wohl auch daran, weil ich von Anfang bis Ende das alleinige Kommando hatte und zwischendrin nicht von Übungen oder dergleichen unterbrochen wurde. Nach 64 Minuten tauchten wir wieder auf, dieses Mal mit genügend Luftvorrat. Dann sollte ich noch den anderen DMT über Wasser abschleppen, auch eine Anforderung aus dem Schwimmtest. Mit der gesamten Ausrüstung ist das gar kein Problem. In nicht mal einer Minute waren wir am Boot.

Wir waren erst relativ spät wieder in der Tauchschule, gegen 18:30 Uhr. Die Sonne ging schon unter und zeichnete einen Sonnenuntergang wie gemalt auf den Horizont. Wir reinigten das Equipment, schlossen die Tauchschule ab und gingen nebenan in die Maya Bar. Anschließend fuhren wir zum Abendessen.

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