Plan für den Divemaster

Tag 70, 06.06.: Mein Instructor.

Nach dem langen Kursabschluss am Vorabend hieß es am Dienstag erst Mal Ausschlafen. Ich war nicht auf ein Boot eingeplant. Dann gegen Mittag bin ich in die Tauchschule gefahren und habe dort meinen Divemaster Instructor kennengelernt, also denjenigen der mich ausbilden und prüfen wird. Witzigerweise ist er nun schon seit mehreren Jahren auch Frankfurter und arbeitet — wie sollte es in Frankfurt auch anders sein — in einer Bank. Wir haben uns zum Abendessen verabredet um uns ein bisschen besser kennenzulernen.

Außerdem wurde ich bei SSI für den Dive Guide angemeldet, dadurch hat man Zugriff auf die nächsthöheren Zertifizierungsstufen Dive Control Specialist (DiveCon) und Open Water Instructor, sowie auf das Lehrermaterial für alle Zertifizierungen unter dem Dive Guide inklusive der Spezialkurse, die ich gemacht habe und auf viele weitere Spezialkurse, in denen ich noch nicht zertifiziert bin. Den Nachmittag nutzte ich um mit dem Lernen für den Dive Guide anzufangen und anschließend eine kleine Runde joggen zu gehen. Ich merke, dass ich schon länger nicht mehr so viel jogge wie sonst üblich. Meine Kondition hat darunter gelitten.

Dann traf ich mich, wie bereits erwähnt, mit meinem Instructor um 18 Uhr zum Abendessen. Nach dem Abendessen habe ich weiter für den Dive Guide gelernt, indem ich die Theorie-Kapitel gelesen und deren Wiederholungsfragen beantwortet habe.

Tag 71, 07.06.: Der (Dive)masterplan.

Am Mittwoch hatte ich zusammen mit meinem Divemaster Instructor einen Kandidaten für die Try Scuba Zertifizierung und einen Kandidaten für den Scuba Review. Mit dem Try Scuba ist eine kleine Theorieeinheit verbunden, in der hauptäschlich die Ausrüstung erläutert wird. Anschließend folgt einer kleiner Tauchgang bei dem ein paar einfache Tauchfertigkeiten erlernt werden. Mit der Zertifizierung darf man bis auf 5m tauchen, unter Aufsicht eines Open Water Instructors. Den Scuba Review muss man machen, wenn man länger als 6 Monate nicht tauchen war, um die Kenntnisse aufzufrischen. Wir haben beides miteinander verbunden, indem wir morgens mit der Theorie gestartet haben und dann gegen Mittag vom Strand aus in das Wasser gegangen sind.

Das Wasser war um die Mittagszeit allerdings sehr flach. Wir übten im seichten Wasser zuerst etwas das Atmen mit dem Atemregler, indem wir das Gesicht im Wasser legten. Außerdem übten wir schon hier das Entleeren der mit Wasser vollgelaufenen Maske. Die Tauchfertigkeit die Maske zu entleeren ist übrigens so banal es wohl klingen mag eine der Tauchfertigkeiten an der die meisten schon scheitern.

Dann schwammen wir raus und suchten einen Sandplatz im Wasser. Am Sairee Beach beginnen die Korallen relativ früh und der gesamte Meeresgrund ist voll von ihnen. Wenn man sich unter Wasser hinknien möchte, dann muss man einen Sandplatz suchen, sonst hat man schnell blutige Beine. Mir wurde die Verantwortung übertragen uns vier zu einem Sandplatz zu führen. Allerdings war das Wasser so flach, dass man unterwegs nicht mehr über die Korallen schwimmen konnte. Wir schwammen wieder zurück zum Strand, liefen ein Stück und nahmen die Sandstraße nach draußen ins tiefere Wasser. Die Sandstraße ist ein Pfad über Sandboden, bei dem auch bei flachem Wasser die Knie verschont bleiben. Am Ende der Sandstraße suchten wir einen anderen Sandplatz auf.

Als wir endlich am Sandplatz waren, tauchten wir auf ca. 2m Tiefe ab und machten die Übungen zu den Tauchfertigkeiten mit den beiden Tauchern. Im Anschluss durfte ich die Gruppe bei einem Mini-Tauchgang durch das Riff anführen. Mein Taucher-Herz blutete kurz als der Taucher, der den Try Scuba machte, ein Blatt einer Koralle berührte und es mit klirrendem Geräusch in 1000 Einzelteile zersprang. Am Ende des kleinen Tauchgang  schwammen wir wieder über die Sandstraße zurück zum Strand.

Beim Ausstieg habe ich ein größeres Steinrohr im seichten Wasser übersehen. Es war von dunkler Suppe umgeben, weil das Wasser in Bewegung war und so viel Sand aufgewühlt wurde. Ich bin mit meinem ganzen angezogenen Equipment über das Steinrohr gefallen und habe mir am linken Schienbein und am rechten Knie jeweils eine Abschürfung eingefangen. Beide Wunden fingen dann auch noch an zu bluten. Da ich ja nun ausgebildeter Ersthelfer bin, schnappte ich mir in der Tauchschule den Erste-Hilfe-Kasten, desinfizierte die Wunden und legte einen Verband an bzw. klebte Pflaster drauf. Nachdem meine Wunden versorgt waren, baute ich die Ausrüstung auseinander.

Mit meinem Instructor verabredete ich mich zum Mittagessen, um einen Plan für die nächsten Tage aufzustellen. Nach einer kurzen Dusche und erneuter Desinfektion meiner Wunden trafen wir uns im Lanta. Dort stellten wir während des Mittagessens einen Plan für die nächsten etwa 10 Tage auf. Der aufgestellte Plan ist hart, aber wenn alles klappt bin ich am 16. Juni ein Divemaster.

Am Nachmittag fuhr ich nach Mae Haad zum DiveSupply, wo ich mir einen Karabiner und einen Dive Guide (ja, heißt genauso wie die Zertifizierung, die ich gerade mache) gekauft habe. Der Dive Guide ist ein Buch, das Karten der Tauchplätze rund um Koh Tao enthält, sowie Bilder der vorkommenden Fische. Der Guide ist ganz schön teuer, über 600฿ also fast an die 20€.

Den Rest des Tages habe ich mit dem Durcharbeiten der Theorie für den Dive Guide verbracht und diese abgeschlossen. Zwischendrin war ich noch kurz etwas zu Abend essen. Außerdem habe ich noch ein Telefonat mit meinem neuen Arbeitgeber, wo ich ab Juli anfange zu arbeiten, geführt, in Vorbereitung auf ein Telefoninterview am Donnerstag wegen eines möglichen Projekteinsatzes.

 

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