Freie Tage

am

Tag 56, 23.05.: Plötzlich frei.

Am Dienstag war ich für das Frühboot eingeteilt. Als ich um 7:30 Uhr in der Tauchschule war, hieß es jedoch, dass es für mich nicht möglich sei einen der Kurse zu begleiten. Also bin ich eben wieder gefahren. Nun hatte ich den Tag plötzlich frei. Nachdem ich zuhause meine Tasche abgelegt und den Roller abgestellt habe, bin ich in das Blue Water am Sairee Beach gelaufen um Kaffee zu trinken. Von meiner Unterkunft laufe ich dorthin keine 10 Minuten. Auf einer Liege am Strand habe ich kaffeetrinkend in der warmen Vormittagssonne das Buch weitergelesen.

Für das Mittagessen war ich auf Empfehlung einer Kollegin im Pipam drüben in Chalok. Das Massaman Curry solle dort auch sehr gut sein. Und ja, es war sehr gut. Mit ฿100 für das Curry mit Reis und ein Wasser dazu noch echt fair bepreist. Jedoch ist das Hühnchenfleisch im Massaman im P. Oy, wo ich am Samstag Abendessen war, zarter und saftiger, aber dafür ist das Curry im P.Oy auch wesentlich schärfer. Im Pipam gibt es auch Kuy Teav, eine Nudelsuppe die ich schon seit Ayutthaya nicht mehr gegessen habe und in den nächsten Tagen definitiv mal dort essen werde. Ich halte schon länger nach Kuy Teav auf Koh Tao Ausschau, bisher habe ich aber noch kein Restaurant gefunden, wo es angeboten wird.

Nach dem Mittagessen ging es erneut zum Kaffeetrinken, dieses mal jedoch in das Café Culture am Sairee Beach. Den Rest des Tages verbrachte ich das Buch weiterlesend bis zum Sonnenuntergang am Sairee Beach. Der Sonnenuntergang an diesem Dienstagabend war echt gewaltig! Während die Sonne am Horizont über dem Meer verschwand, wurde der Himmel zunächst gelb-golden.

Als die Sonne dann in das Meer eintauchte, verwandelte sich die goldene Farbe in feuriges Rot. An solchen Abenden, wenn sich Koh Tao von seiner schönsten Seite zeigt, schätzt man sich besonders glücklich in diesem Paradies seine Zeit verbringen zu dürfen. Einfach am Strand sitzen und den Sonnenuntergang genießen.. traumhaft!

Tag 57, 24.05.: Frei.

Am Mittwoch hatte ich frei. Nachdem ich am Dienstag nicht auf das Boot konnte, ließ ich mich auch erstmal nicht mehr eintragen. Zudem würde mir für Samstag ein Rescue-Kurs eingetragen, dieses mal sollte ich allerdings die Rolle des Opfers übernehmen. Zwei Damen möchten bei unserer Tauchschule den Rescue-Spezialkurs absolvieren und ich soll sie also als Opfer herausfordern und unter Stress setzen. Zusätzlich werde ich auch ein Szenario absolvieren müssen, damit ich dieses Kapitel hoffentlich endlich mal abschließen kann. Bis dahin überlegte ich die kommenden Tage einfach frei zu nehmen und nicht mehr tauchen zu gehen.

Und wenn ich schon nicht tauchen gehe, dann kann ich endlich mal wieder anderen Sport machen. So absolvierte ich morgens erstmal ein Zirkeltraining. Nach der Dusche ging es auf ein spätes Frühstück in das Permpoon. Der Kaffee dort ist 100% thailändischer Robusta, aber ein Robusta ist immerhin besser als Instant Kaffee. Während und nach dem Frühstück las ich das Buch weiter. So saß ich auch nach dem Aufessen noch eine Weile im Permpoon.

Für das Mittagessen probierte ich die Vegetabowl aus. Dragonball lässt grüßen 😎 Die Vegetabowl hat sich auf vegetarische und vegane Gerichte spezialisiert. Hauptsächlich gibt es, wie der Name schon sagt, Bowls mit Reis und Salat. Erstaunlicherweise ist sie auf Tripadvisor.com auf Platz 1 der Bewertungen für alle Restaurants auf Koh Tao. Bei solch einer guten Bewertungen ist sie definitiv eine Probe wert. Die Bowl — ich hatte die japanische Bowl mit Seetang — war lecker, aber dennoch etwas wenig um voll satt zu werden und mit ฿180 ist die Bowl auch schon etwas teurer. Für ฿180 bekommt man schon zwei Gerichte beim Thai Imbiss.

Nach dem Mittagessen war ich — wie sollte es auch anders sein — Kaffeetrinken. Und — wie sollte es auch anders sein — wieder im Blue Water. Der Laden hat es mir echt angetan. Während des Kaffeetrinkens habe ich das Buch weitergelesen.

Zum Abendessen waren wir in Mae Haad wieder etwas Neues ausprobieren. Wir fuhren in die Straße, wo auch das Yin Yang ist, stellten den Roller ab und liefen zu Fuß die anderen Restaurants dort ab. Ich weiß gar nicht wie der Laden hieß in dem wir dann essen waren. Ich glaube es heißt Oo OK Mo-Nat. Das Essen dort war nicht sehr berauschend, aber wenigstens nicht teuer. Hauptgericht, Papaya-Salat und Coconut Shake für ฿240 ist akzeptabel. Den Rest des Abends habe ich das Buch zu Ende gelesen und abgeschlossen.

Tag 58, 25.05.: Freier. Rollertour über den Süd-Osten von Koh Tao.

Der Donnerstag war auch frei. Nach dem Ausschlafen habe ich mich um meine Steuerangelegenheiten aus den Niederlanden gekümmert und anschließend ein Zirkeltraining absolviert. Das Wetter war sowieso nicht so berauschend, es war bewölkt und die Sonne ließ sich nicht richtig blicken. Gegen 11 Uhr bin ich losgefahren um die Insel mal etwas zu erkunden, auch wenn das Wetter zwar nicht unbedingt ideal war, konnte ich doch wenigstens schon mal die Wege abfahren und auskundschaften.

Ich fuhr von Sairee nach Mae Haad. Dort geht am Ortsende links eine betonierte Straße zur Tanote Bay. An der Abzweigung befindet sich auch ein weißes Schild auf dem die Tanote Bay ausgeschildert ist. Nach dem Abbiegen muss man der Straße einfach immer weiter geradeaus folgen. Man kommt zuerst an Stromgeneratoren und dann an ettlichen Resorts vorbei. Die Straße ist im guten Zustand und auch breit genug für zwei Fahrtrichtung. An einer Stelle fehlt für ein paar Meter der Belag der Straße, aber das war’s auch. Die Straße über die Berge entlang zu fahren und dabei das Meer von oben zu sehen, ist schon ein Genuss für sich. Wenn man der Straße aber zulange geradeaus folgt, endet man direkt an einem Resort oberhalb der Tanote Bay. Kurz vorher geht rechts eine betonierte, schmalere Straße runter. Diese kann man runterfahren und dort kostenlos parken (zumindest war es bei mir kostenlos). Von dort kann man den Strand schon sehen, man läuft also ein paar Meter und ist direkt auf dem Strand der Tanote Bay. Der Strand ist sehr sauber. Leider fehlte nur die Sonne. Die Bay soll sich auch super zum Schnorcheln eignen, aber ich hatte meine Schnorchelsachen leider nicht mit.

Auf dem Rückweg von der Tanote Bay Richtung Mae Haad — einfach geradeaus die Betonstraße zurück — bin ich rechts den Berg weiter raufgefahren, eine schmale Straße die in Richtung des Wasserreservoirs führt. Direkt an der Kreuzung ist die Straße etwas kaputt. Das Reservoir ist auch wieder mit einem weißen Schild ausgeschildert. Neben dem Reservoir auf dem Berggipfel liegt der Love Koh Tao Viewpoint. Dieser ist ebenfalls am Beginn der Straße ausgeschildert, allerdings durch kleinere Schilder. Auf der Straße hoch zum Gipfel muss man etwas aufpassen, weil Autos einem entgegenkommen können und die Straße nicht allzu breit ist. Am Gipfel gibt es ein kleines nettes Restaurant mit dem Love Koh Tao Schriftzug und mehreren Sitzgelegenheiten, die eine atemberaubende Aussicht bieten. Dort wollte ich einen Kaffee bestellen, aber „No“, gab es nicht. Also doch ein kleines Wasser (für den Standardpreis von ฿20). Die Aussicht über die Insel runter auf die Tanote Bay muss man auf sich wirken lassen. Ein schöneres Wetter wäre wie gesagt echt noch Bombe gewesen.

Ich bin die kleine Straße vom Viewpoint wieder runter bis zur Straße von der Tanote Bay kommend, auf der ich weiter Richtung Mae Haad fuhr. Auf der Straße Richtung Mae Haad ging es dann auf der linken Seite einen kleinen schmalen Betonweg runter zur Aow Leuk Bay. In der Aow Leuk Bay war ich bereits tauchen. Wieder weist hier ein weißes Schild am Anfang des Betonwegs die Richtung. Auch auf dieser Straße ist Vorsicht geboten, denn der Weg ist nicht allzu breit und es kommen einem Taxis entgegen. Kurz vor der Bay, als ich den Strand schon sehen konnte, gab es einen Checkpoint. Hier werden ฿100 Eintritt pro Person verlangt. Das war es mir bei diesem Wetter leider nicht wert, also drehte ich wieder um und fuhr zurück weiter Richtung Mae Haad. In Mae Haad habe ich dann Mittagspause gemacht und war bei Yang essen. Wenn man die Tanote-Bay-Kreuzung in Mae Haad wieder erreicht, muss man rechts abbiegen und etwa 50m fahren, dann ist das Yang auf der linken Seite zu finden, an der Stelle wo die starken Straßenschäden sind. Für schlappe ฿130 gab es ein sehr leckeres Chicken Basil mit einem Mango Shake.

Nach dem Essen fuhr ich weiter Richtung Süden nach Chalok. Im SouthBeach Café habe ich für einen sehr leckeren Americano Halt gemacht. Von dort folgte ich der Hauptstraße weiter Richtung Norden. Sie endet direkt am Freedom Beach, wo einem auch Eintritt abverlangt wird, ฿50 pro Person. Bei dem Wetter war es mir auch hier nicht wert den Einritt zu bezahlen.

Einmal mehr ging es wieder zurück Richtung Mae Haad. Auf dem Weg geht rechts eine kleine schmale Straße Richtung Sai Deng Bay ab. An der Hauptstraße steht auch hier wieder ein weißes Richtungsschild, das Sai Deng ausschildrt. Der Straße muss man einfach nur immer geradeaus folgen, Richtung Osten durch das Hinterland der Insel. Auf dem Weg ist der Sai Deng Beach auch weiter ausgeschildert. Irgendwann geht es eine sehr steile Betonstraße bergab, dann sieht man auch das Meer wieder. Wenn man dem steilen Stück folgt kommt man an einer Aussichtsplattform mit Helikopterlandeplatz an. Die Aussicht von der Plattform über die Hin Ngaam Bay, die Aow Leuk Bay und die Sai Deng Bay ist gewaltig.

Rechts von der Plattform führt ein kleiner Weg bergab zum Strand. Man kann hier auch noch ein kleines Stück mit dem Roller fahren. Irgendwann muss man dann aber die Treppe eines Resorts bzw. Restaurants, des Sai Deng Resorts, nehmen um an den Sandstrand in der kleinen Bucht zu gelangen. Eintritt musste ich keinen zahlen, allerdings ist hier das Mitbringen von Getränken und Speisen verboten. Die muss man in dem Restaurant kaufen. Der Strand ist dafür sauber und ebenfalls gut geeignet zum Schnorcheln.

Wenn man von der Hauptstraße in Mae Haad zum Sai Deng Beach fährt, kann man ziemlich am Anfang der Straße noch rechts einen Weg hoch nach Thien Beach, auch Shark Bay genannt. Aber der Weg dorthin ist einfach beschissen, schon die ersten Meter sind nur Buckelpiste aus Sand und Steinen. Als mein Roller nur darübergerutscht ist, habe ich es lieber sein gelassen, bin umgedreht und schließlich zurück zum Sairee Beach gefahren.

Weil der Freitag mein vorerst letzter freier Tag werden sollte, überlegte ich, ob ich mir für den Freitag ein Bootsticket für eine Schnorcheltour um die Insel hole. Aufgrund der durchwachsenen Wettervorhersage kaufte ich das Ticket dann schließlich nicht.

Tag 59, 26.05.: Am freisten.

Das Ticket nicht zu kaufen erwies sich irgendwie als Fehler. Denn das Wetter am Freitag war so gut. Es waren zwar ein paar Wolken am Himmel, aber die Sonne hat geknallt. So verbrachte ich den Tag am Strand, bis ich am Nachmittag in die Tauchschule bin, um mir Informationen zu holen, wann ich am Samstag da sein soll.

Abends bin ich ganz spontan in die Cabaret Show gegangen. Wir waren eigentlich in der Diza Bar, aber dann wurde ich gefragt ob ich mit in die Cabaret Show gehen möchte. Und weil das sowieso noch auf meiner Bucketliste stand stimmte ich zu. Die Cabaret Show wird von Ladyboys aufgeführt und besteht hauptsächlich aus Tanzchoreographien. Teilweise war es echt witzig. Man kann sich das mal anschauen, aber mehr auch nicht. Der Eintritt ist zwar frei, allerdings muss man ein Getränk kaufen. Damit die Leute dann nicht das günstigste Getränk (Wasser) kaufen, gehen die Getränkepreise bei ฿130 für einen Mango Juice oder ein Wasser los und reichen bis zu ฿250 für einen Cocktail.

Tag 60, 27.05.: Die Rescue-Geschichte geht weiter.

Am Samstag sollte ich gegen Mittag für die Besprechung des Tauchgangs in der Tauchschule sein. Das war ich auch. Und am Nachmittag sollten wir dann auf das Boot um die praktischen Übungen durchzuführen. Leider wurde der praktische Teil aber auf Sonntagnachmittag verschoben und wir hatten stattdessen etwas Theorieunterricht. Zwar habe ich den Theorie-Teil des Rescue-Kurses schon absolviert und den zugehörigen Tests bereits bestanden, aber es immer gut zu hören, was der Tauchlehrer sehen möchte. Denn jeder Tauchlehrer hat seine eigene Art und seine eigenen Vorstellungen. Schauen wir mal, was der Sonntag so bringt.

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