Zurück nach Hause

Tag 28: Transfer von Krabi nach Koh Tao. Odyssee auf Koh Tao.

Nein, mit nach Hause ist nicht Frankfurt gemeint. Es geht von Krabi zurück nach Koh Tao. Zwischen 6:30 und 7:00 Uhr war die Ansage werde ich am Hotel von Lomprayah abgeholt. Um 6:45 Uhr stand der Lomprayah-Minivan dann vor der Tür. Der Minivan brachte uns zu dem Lomprayah-Büro in Krabi, wo der Check-In stattfand und wir auf den Bus wechselten. Wir waren nur die Gäste aus dem einen Minivan, also 7-8 Personen, auf dem Bus. Der Bus fuhr dann auch recht zügig um 7 Uhr ab.

Ca. gegen 9:40 Uhr erreichte der Bus dann den Pier in Donsak. Hier hieß es wieder mal warten bis das Boot um 10:20 Uhr ablegte. Um 11:10 Uhr passierten wir den Nathon Pier auf Koh Samui und um 11:50 Uhr erreichten wir Koh Phangan. Beides keine mir unbekannten Inseln. In Koh Phangan sollten die Gäste nach Koh Tao auf ein anders Boot der Lomprayah-Linie umsteigen. Also hieß es schon wieder warten, fast 1,5 Stunden lang. Um 13:15 Uhr legte der Katamaran Richtung Koh Tao dann ab.

Um 14:20 Uhr stand ich dann am Mae Haad Pier auf Koh Tao. Einen Tag früher als geplant — gut, dass die Visumsverlängerung in Krabi so gut geklappt hat. Jede Menge Taxifahrer sprachen mich an: „Taxi“ und „Where you go?“. Weil ich schon vor zwei Wochen auf Koh Tao war, wusste ich, dass es bis zu meinem Hotel nur 5 Minuten weg mit dem Auto die Straße runter sind. Die Taxifahrer zeigten aber auf ihre selbst ausgedachten Preislisten und zeigten auf den Preis von ฿300. SERIOUSLY?! Für 5 Minuten geradeaus fahren? Nicht mal in Frankfurt zahlt man für so eine Strecke die fast 10€. Ich sagte also mehr als ฿50 würde ich nicht zahlen. Daraufhin sagte mir ein Taxifahrer ich solle von der Insel verschwinden und dorthin zurückgehen, wo ich herkomme. Für ฿300 kann man übrigens schon locker einen Motorroller für einen Tag auf Koh Tao mieten. Runterhandeln konnte ich den Taxi-Preis auch nur bis ฿200. So entschied ich mich den Weg zu Fuß zu gehen. Es geht mir nicht um das Geld. Es geht einfach um das Prinzip. Wenn ich weiß, dass ich abgezogen werde, kratzt das an meiner Ehre. Außerdem läppern sich diese Beträge über die Zeit und ich bin lange in Thailand unterwegs. Der Weg ist zu Fuß auch ganz nett zu laufen, es gibt einen kleinen Fußweg am Sairee Beach entlang, wo auch meine Tauchschule liegt.

Der Weg ist eigentlich in ca. 25 Minuten zu laufen, allerdings lief ich natürlich zuerst am Hotel vorbei. Es war auf Google Maps in einer Seitenstraße eingezeichnet. Dort konnte ich es nicht finden und fragte dann auch zwei Einheimische nach dem Weg. Sie sagten ich solle die Nebenstraße weiter rauf laufen. Das tat ich dann auch. Als ich viel weiter war als Google Maps sagte, fragte ich noch mal nach. Vom Namen des Hotels her, Sairee Sairee Guesthouse, konnte mir der Kollege zunächst nicht weiterhelfen. Als ich ihm auf booking.com Bilder von der Aussenansicht des Hotels zeigte, erkannte er es. Es lag direkt an der Hauptstraße. Dann erkannte ich auch auf einem der Bilder den großen 7eleven Supermarkt an der Kreuzung auf der Hauptstraße. Also durfte ich den ganzen Weg durch die Seitenstraße zurücklaufen.

Um 15:20 Uhr habe ich dann endlich das Hotel und die Rezeption gefunden. Ich war total fertig, die ganze Zeit mit den zwei Taschen durch die senkende Mittagssonne zu laufen. Der Rezeptionist sagte heute sei nicht mein Tag und ich wäre „unlucky“, denn mein Zimmer sei nicht bezugsbereit. Es gäbe noch zwei freie Zimmer und in beiden Zimmern ginge der Strom nicht. Er habe jemanden verständigt aber es komme niemand vorbei. Toll. Ich sagte, dass ich nicht den ganzen Tag warten könne, schließlich wollte ich auch noch mal zur Tauschule. Dann verständigten wir uns darauf, dass ich ein anderes Hotel nehme. Meine Erwartung war zunächst, dass die Buchung in seinem Hotel einfach storniert wird und ich mir ein anderes suche. So wählte ich das Mint Hotel, gerade mal 50m entfernt. Er folgte mir und klärte immerhin mit dem Rezeptionist dort, dass ich ein Zimmer bekomme aber nur die ฿1200, die mein Zimmer im Sairee Sairee Guesthouse gekostet hätte, bezahle, statt dem eigentlichen Preis von ฿1500. Endlich hatte ich ein Zimmer und konnte mich unter der Dusche abkühlen! Manchmal macht mich dieses Thailand schon fertig 😌.

Nach besagter Dusche lief ich los zur Tauchschule. Ich traf Stefan, den Chef der Rainbow Fish Divers. Wir setzten uns ins benachbarte Restaurant und quatschten beim Essen über die Planung der nächsten Wochen. Zunächst werde ich noch ein paar Fun Dives, d.h. Dives die in keiner Beziehung zu irgendeiner Ausbildung stehen, sammeln müssen. Danach brauche ich Spezialausbildungen zum Rescue Diver, zum Tieftauchen, zum Nachttauchen und einen Erste-Hilfe-Kurs. Dann kann ich mit dem Dive Guide beginnen. Wenn die Zeit dann noch reicht, kann ich den Divemaster machen.

In der Tauchschule war ich ab sofort als „der neue DMT“ bekannt. DMT steht für Divemaster Trainee. Also Anwärter auf den Divemaster. Ich lernte die ganzen Tauchlehrer bzw. Mitarbeiter der Tauchschule kennen. Mein Status ist irgendwo zwischen Kunde und Mitarbeiter der Tauchschule. Erst mal werde ich, wie gesagt, noch ein paar Fun Dives mehr brauchen. Deswegen ging es auch gleich am Mittwochmorgen um 7:30 Uhr los auf’s Boot.

Am Abend habe ich noch zwei Mädels getroffen zum Abendessen getroffen, die zusammen mit mir das Abitur gemacht haben. Seitdem haben wir uns eigentlich nicht mehr gesehen. Schon witzig, sich dann 10,000km von Deutschland entfernt zu treffen. Aber die Welt ist eben klein 😊.

Tag 29: Und los geht’s.

Am Mittwoch hieß es um 6 Uhr aufstehen, damit ich pünktlich um 7:30 Uhr an der Tauchschule bin. Die Nacht war unerträglich warm. Die Klimaanlage im Zimmer war so schwach und schaltete sich ständig runter. Dazu war ich noch in der Party-Straße, wo Menschen mitten in der Nacht laut waren. Um 6:50 Uhr war ich dann wieder an der Rezeption vom Sairee Sairee Guesthouse. Wir vereinbarten, dass wir uns um 7 Uhr dort treffen, weil ich aus dem anderen Hotel raus musste. Ich hatte im Sairee Sairee zunächst nur eine Nacht gebucht, wir verständigten uns aber, dass ich am nächsten Tag zurückwechsel und dort bleibe. Natürlich war um 7 Uhr niemand da. Erst um 7:05 Uhr erschien eine Mitarbeiterin, die kein Englisch konnte und von der Abmachung nichts wusste. Sie rufte den Kerl an, sagte er komme in 1 Minute. Als es 7:10 Uhr war und ich langsam echt los musste zur Tauschule, ließ ich meine Taschen in einer Abstellkammer hinter der Rezeption und lief los. Hoffentlich geht das gut.

An der Tauschule packte ich schnell meine Tasche und um 7:45 Uhr ging es los zum Boot. Wir waren in der Fun Diver Gruppe 4 Personen: Jan, der Guide, zwei weitere Fun Diver und ich.

Der erste Dive ging zum Chumphon Pinnacle, wo ich vor ca. zwei Wochen den Walhai gesehen hatte. Der erste Dive war etwas kurz, bereits nach 24 Minuten Tauchzeit tauchten wir wieder auf. Einer der beiden Fun Diver hatte seinen Tank zu schnell leergeatmet. Mein Tank stand noch bei an die 90 Bar, war also noch halb voll.

Der zweite Dive war am White Rock. Das aufregendste Tier hier war ein Blaupunktrochen. Der Typ hatte seine Atmung nun besser im Griff und wir konnten 52 Minuten tauchen. Mein Manometer stand dann noch bei knapp über 70 Bar, seins war im roten Bereich (der bei 50 Bar anfängt und bedeutet, man sollte lansgam doch mal überlegen aufzutauchen) bei 30 Bar.

Nach dem Tauchgang mussten wir in der Tauchschule die Taschen wieder entpacken und das Equipment säubern. Beim Mittagessen haben wir das Logbuch gepflegt und die beiden Dives eingetragen. Am Nachmittag bin ich in das Hotel um mal zu schauen, ob mein Gepäck noch da ist und ich das Zimmer beziehen kann.

Ja, das Gepäck war noch da und auch das Zimmer stand bereit. Ich bekam, ohne zu fragen, noch einen Rabatt. Ich entschied mich nämlich doch für drei Nächte erstmal zu buchen. Statt ฿3600 (฿1200 pro Nacht), zahlte ich ฿3000 für die drei Nächte. ฿600 Rabatt. Top! Wir gingen sogleich auf’s Zimmer. Es macht einen guten Eindruck: Großes Bett, sauber, einen Balkon und das beste: Sowohl Ventilator als auch ’ne starke Klimaanlage. So Nächte wie die letzte werde ich hier nicht haben. Einziges Manko: Im Bad läuft etwas Wasser aus dem Spülkasten der Toilette, so dass der Boden an einer Stelle etwas nass ist. Aber was soll’s, gibt schlimmeres.

Den Rest des Tages habe ich dann in der Tauchschule abgehangen. Ich lernte noch mehr von den „Kollegen“ kennen. Als ich nach der Möglichkeit einer langfristigen Anmietung eines Rollers fragte, sagte ein Kollege er habe einen zweiten Roller, den er mir für ฿2500 pro Monat leihen würde. Das ist super fair. Der Normalpreis liegt bei ฿250/Tag bzw. bei ฿200/Tag bei längerer Anmietung. Er gab ihn sogleich in die Inspektion und zum Sevice und in 1-2 Tagen könne ich den Roller haben. Eigentlich war für den Donnerstag keine Bootsausfahrt geplant, doch dann erfuhr ich am Nachmittag, dass das Boot am Donnerstagnachmittag doch fährt und ich wieder einen Fun Dive machen werde.

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