Bootstour um die Phi Phi Inseln

Tag 26: Ein Tag auf dem Boot.

Gestern wechselte ich die Seite von Koh Phi Phi Don und hatte einen wunderbaren Dive am Nachmittag. Wie bereits erwähnt kaufte ich gestern für ฿750 ein Ticket für eine Tagestour am heutigen Sonntag.

Doch zunächst musste ich meine Bargeldprobleme lösen und suchte am Morgen nach einem Geldautomat und einem Frühstück. Das Geldproblem löste sich zum Glück am Automat 5m neben dem Hotel. Doch keine Teller für’s Frühstück waschen. Auf Empfehlung des Hotelmitarbeiters ging ich für das Frühstück zur P.P. Bakery auf der anderen Seite der Markthalle, keine 5 Minuten Fußweg entfernt. Bei TripAdvisor übrigens sehr gut bewertet. Der Espresso war hier eher mittelmäßig und das Müsli, naja, es war ein Müsli, da kann man nicht viel falsch machen. Für einen Doppio, einen einfach Espresso und das Müsli zahlte ich zusammen ฿235. Als ich gegen 8:20 Uhr dort war, war das Lokal auch noch sehr leer. Das Partyvolk schlief wohl noch.

Auf dem Rückweg zum Hotel kaufte ich mir endlich einen 10l Dry Bag in Hellblau gekauft. Für ฿380, also knappe 10€. Im Hotel füllte ich den Dry Bag auch gleich mit Inhalt für die Bootstour: Spiegelreflexkamera, Badetuch, Regenjacke, Sonnenbrille, Sonnencreme, Action Cam, Geld und Smartphone. Da passt schon eine Menge in die 10l rein.

Um 9:10 Uhr war ich dann wie gefordert am Ticketbüro gegenüber meines Hotels, wo mich jemand abholte und zu einem anderen Büro am Pier führte. Dort lag der Ticketpreis für den Ganztagestrip übrigens bei nur ฿700, also ฿50 weniger als ich gezahlt habe (wohl Provisionsgebühr). Im Büro musste man dann auch die ฿400 Gebühr, die von der Regierung für das Betreten der Maya Bay erhoben wird, abführen. Man konnte ein Mittagsgericht auswählen: Gebratener Reis entweder mit Hühnchen oder als Veggie-Variante, und bekam Taucherbrille und Schnorchel.

Bootstouren auf Koh Phi Phi
Bootstouren auf Koh Phi Phi
Dann hieß es warten. Um 9:30 Uhr sollte es losgehen, aber in Thailand darf man immer warten. Gerne auch etwas länger. Mit 10 Minuten Verspätung ging es zum Boot, welches dann weitere 10 Minuten später ablegte. An Bord gab es kostenloses Wasser, Kaffee und Tee. Das Boot ist groß und wackelt daher fast gar nicht mit dem Wellengang. Auf dem oberen Stockwerk gibt es ein Sonnendeck und noch eine Leiter höher ein 7m-Sprungbrett.

Zuerst ging unsere Fahrt vom Ton Sai Pier auf Koh Phi Phi Don an den Viking Cave auf Koh Phi Phi Leh, wo ich auch gestern schon im ersten Tauchgang tauchen war, vorbei zur benachbarten Pileh Bay im Osten von Koh Phi Phi Leh. Die Bucht liegt inmitten von Steilwänden aus Kalkstein. Das türkise Wasser ist ein wunderbarer Kontrast zu den Felsen. Hier konnten wir eine halbe Stunde lang snorcheln und schwimmen.

Kaum legte das Boot hier an, versammelten sich auch schon neugierige Fische um das Boot. Sie wissen, dass es bei den Menschen immer etwas zu Essen gibt. Und tatsächlich werden die Fische von den Bootsführern angefüttert, für die Touris an Bord. Ich finde das gar nicht geil, weil die Fische durch die Fütterung nicht mehr das fressen, was sie sollen und somit das Gleichgewicht des Ökosystems zerstört wird. Deswegen füttert bitte nie Fische im Meer oder See, oder schmeißt irgendwelche Essensreste, auch wenn biologisch, über Bord. Die Umwelt wird es euch danken!

Fische auf der Tagestour um Phi Phi
Fische auf der Tagestour um Phi Phi
Während der gesamten Fahrt waren immer wieder die schönen Kalkfelsen der Inselgruppe zu sehen:

Cliff

Cliff

Cliff

Weiter ging es, die Insel zur rechten Seite, zur Loh Saman Bay im Süden von Koh Phi Phi Leh. Von hier konnte man durch ein kleines Loch in der Felswand auf Höhe der Brandung krabbeln, oder an einem Netz darüberklettern. Nach zwei Minuten Fußweg Richtung Westen war man dann in der berühmten Maya Bay, bekannt durch den Film The Beach (2000) mit Leonardo DiCaprio, der hier gedreht wurde. Mir völlig egal, wer oder was hier gedreht wurde.

Durch die Kanufahrt vom Boot zum Zugang  lernte ich Michael aus Deutschland kennen. Wir wurden gemeinsam die 50m dort hingefahren, stiegen aus und liefen zur Bucht auf der anderen Seite. Bei der Kanufahrt hat sich der Dry Bag schon sehr bezahlt gemacht, so konnte ich vor allem meine Spiegelreflexkamera mitnehmen. Allerdings war ich Barfuß unterwegs, ein Fehler, denn die Klippe beim Ausstieg aus dem Kanu war sehr scharf und überall lagen kleine Korallenbröckchen rum. Autsch!

Die Maya Bay selbst war so dermaßen überfüllt. Die Kamera mitzunehmen hat sich eigentlich gar nicht richtig gelohnt. Nichts mit idyllischem Paradies. Die Bucht war voll mit Speedboats und Taxibooten. Der Strand bestand nur noch aus Menschen.

Überfüllte Maya Bay auf Koh Phi Phi
Überfüllte Maya Bay auf Koh Phi Phi
https://www.flickr.com/photos/danieldinter/34101596331/in/album-72157682885100486/

Ich machte dennoch ein paar Aufnahmen mit der Spiegelreflex, dem iPhone und der Action Cam, kühlte mich in der Bucht kurz ab und entschied dann mit Michael zurück zum Boot zu gehen.

Nach einer Stunde fuhr das Boot weiter rechtsherum um Koh Phi Phi Leh. Noch mal außen an der Maya Bay vorbei, um ein Foto zu machen. Das Boot ist zu groß um direkt in die Bucht reinzufahren. Man sah nun aber, dass die Bucht wesentlich leerer war. Wir haben wohl gerade die Rush Hour zur Mittagszeit erwischt.

Das Boot fuhr nun zurück zum Ton Sai Pier auf Koh Phi Phi Don. Dort angekommen wurden die Gäste der Vormittagstour abgesetzt, das Mittagessen sowie die Gäste der Nachmittagstour eingeladen. Das Boot war nun voller als am Vormittag. Vom Pier aus ging es dann weiter rechts herum um Koh Phi Phi Don.

Erster Stopp war der Monkey Beach. Der Strand heißt so — surprise surprise — weil es dort Affen gibt. Mit dem Kayak ging es wieder vom Boot aus zum Strand. Die Affen werden von einer ganzen Meute an Menschen belagert. Also nicht schwierig sie zu finden. Kein Wunder, dass die Affen dann manchmal schlecht drauf sind und auf die Leute springen. Die Menschen gehen für ihre Selfies zu weit und den Affen zu nahe und versuchen die Affen auch anzufassen. Da fragt man sich, wer ist eigentlich der Affe? Die Menschen haben keinen Respekt vor Tieren. Der Strand selbst ist auch sehr schön und war gar nicht so überfüllt.

Monkeys @ Monkey Beach on Ko Phi Phi Don

Das Boot legte nun eine längere Fahrt zur Bamboo Island (Bambus-Insel) ein, nordwestlich von Koh Phi Phi Don. Zwischendurch gab es Obst an Bord. In der Rantee Bay der Bamboo Island machte das Boot halt. Hier konnten wir wieder von Bord gehen, mit dem Kayak oder schwimmen. Ich entschied mich bis zum Strand zu schwimmen. Hin und zurück, das war ein gutes Workout. Am Strand liegen jede Menge tote Korallen und Muscheln. Aber auch ein sehr schöner Sandstrand.

Der letzte Halt des Bootes war der Shark Point am Rand der Ton Sai Bay. Mit dem Schnorchel ging es hier in das Wasser um — wie der Name sagt — ein paar Haie anzuschauen. Weil doch einige Menschen vom Boot ins Wasser gegangen sind, haben die meisten natürlich keinen Hai gesehen. Haie sind scheue Tiere und wenn 10 Menschen auf sie zuschwimmen, ergreifen sie die Flucht. Weil ich jedoch etwas abseits der Gruppe schwamm, hatte ich das Glück einen ca. 1,5m langen Riffhai zu sehen, der dann aber auch zügig vor mir davonschwamm.

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wie dann wieder auf dem Boot und fuhren in die Ton Sai Bay ein. Das war’s. Insgesamt ist die Tour sehr empfehlenswert und für ฿700-750 auch preiswert. Alleine das Schnorcheln oder das Kayak auszuleihen kostet für einen Tag schon so viel.

Sunset over Ko Phi Phi Don

Am Abend bin ich mit Michael noch los zum Essen. Sein Hotel lag praktisch neben meinem. Er zeigte mir einen Thai Street Food Imbiss etwas weiter das Dorf rauf. Dort aß ich einen gegrillten Fisch (Pla Pao), roter Tilapia (Pla Tabtim), sehr lecker und kostete mit Beilagen gerade mal ฿250.

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