Pläne ändern sich

Tag 24: Und es kommt doch anders.

Keine Angst, der Plan mit der Ausbildung zum Dive Guide hat sich (noch) nicht geändert. Aber eigentlich war mein Plan am Freitagmorgen um 5:30 Uhr mit dem Lautsprechergebet aufzustehen, die Kamera zu nehmen und am Strand, dieses mal an der wesentlich saubereren Loh Ba Kao Bay im Osten, den Sonnenaufgang zu fotografieren. Danach noch eine Runde Joggen gehen bevor es zum Frühstück geht. So der Plan. Wie gestern geschrieben gibt es externe Faktoren die wir nicht beeinflussen können, so das Wetter. Ich hörte um 5:30 Uhr wie der Regen gegen das Dach preschte. Die Entscheidung war klar: Du kannst weiterschlafen. Die Fotosession zum Sonnenaufgang fällt aus. Auch als es um 6:20 Uhr und später um 7 Uhr immer noch aus Strömen regnete, schlief ich weiter. Das Joggen wurde nun auch gecancelt. Gegen 8 Uhr hörte es dann endlich auf. Nach etwas Zirkeltraining im Zimmer als Kompensation für den Ausfall des Joggens ging es direkt zum Frühstück.

Nach dem Frühstück bin ich an die Loh Ba Kao Bay. Es herrschte Ebbe und so konnte man durch das Wasser wandern und eine Sandbank an der Klippe erreichen (unten im Bild links), die jetzt auch näher als der Strand am sich zurückgezogenen Meer lag. Auf der Sandbank verbrachte ich circa zwei Stunden mitten in der Sonne. Dann wurde mir schwindelig und es erschien als schlaue Idee die Sonne langsam mal zu verlassen.

Ebbe in der Loh Ba Kao Bay
Ebbe in der Loh Ba Kao Bay

 

In den letzten Tagen war ich in Kontakt zu einer Tauchschule auf Phi Phi Don. Es ging um die Teilnahme an einer Bootstour mit zwei Tauchgängen. Eigentlich wählte ich auch nur eine Unterkunft im Phi Phi Village, weil sich die Tauchschule im Norden von Phi Phi Don befindet und vom Village fußläufig erreichbar ist. Von der anderen Seite der Insel muss man mit einem Longtail-Boot hinfahren, das alleine kostet ฿1000. Wie auch immer. Der Plan war an der Tour am Freitagnachmittag teilzunehmen. Am Vorabend erhielt ich eine Mail der Tauchschule, von Jenna, dass es fraglich sei, ob die Bootstour stattfinde, weil es eine Stornierung gab. Gegen Mittag schrieb ich Jenna, ob die Tour nun stattfände. Immerhin sind es 20-30 Minuten Fußmarsch von meiner Unterkunft zu dem Tauchcenter und um 13:30 Uhr sollte ich dort sein, wollte aber natürlich nicht umsonst hinlaufen. Punkt 13:30 Uhr kam dann die Antwort von einem Graham, dass Jenna krank sei und die Tour nicht stattfindet. Toll, das kann man auch eher (am Morgen) kommunizieren. Vor allem weil die letzte Mail von meiner Seite aus am späten Vorabend verschickt wurde und ich somit in der Inbox weit oben sein sollte. Dann hätte ich den Tag sinnvoll anders verplanen können, z.B. mit einer Bootstour zur Maya Bay. Also Danke für nichts. Immerhin habe ich mir so mind. ฿4200 gespart. Das sind weit über 100€ für zwei Tauchgänge. Exorbitante Preise. Auf Koh Tao kostet das die Hälfte.

Mittlerweile erschien es auch besser, dass ich nun keine Pläne hatte. Mir ging es immer übler. Scheinbar hatte ich mir einen Sonnenstich gefangen, denn später stellte ich auch einen Sonnenbrand auf meiner Schulter fest. So schleppte ich mich zu einem Restaurant, das ich zum ersten Mal ausprobierte und bestellte ein Gai Pad Med Mamuang (Fried Chicken with Cashew Nuts). Es war das schlechteste Essen, das ich in Thailand bisher gegessen habe. Und dazu mit ฿180 plus ฿40 für Reis noch lächerlich überteuert. Die Hoffnung auf Besserung meines Zustands trug mich dann zurück ins Hotelzimmer, wo ich den Rest des Tages im kühlen Schatten verbracht habe.

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