Rollertour rundum Koh Samui über die Road 4169

Tag 19: Mit dem Roller ein Mal rund um die Insel Koh Samui.

Am Sonntagmorgen mietete ich einen Motorroller. Der Hotelbesitzer im Ampha Place, meiner Unterkunft auf Koh Samui, hat mir einen seiner Freunde als Verleiher empfohlen. Seine thailändische Frau hat den Verleiher angerufen und keine 10 Minuten später stand dieser mit dem Roller vor dem Hotel. In der Zwischenzeit hat mir der Hotelbesitzer eine Rundreise um die Insel vorgeschlagen und auf einer Karte ein paar Sehenswürdigkeiten markiert. Ein mal im Kreis um die Insel. Ich bin an diesem Tag wirklich aus dem Hotel rausgefahren, nach links abgebogen und am Ende des Tages von rechts wieder zurückgekommen. So eine Rundfahrt um die Insel ist relativ einfach, weil die Road 4169 ein mal im Kreis um die gesamte Insel führt, meistens an der Küste entlang.

Gegen 11 Uhr ging es los, ich fuhr Richtung Osten der Insel, von Mae Nam nach Bo Phut, zum Big Buddha. Der Big Buddha ist ein riesiger goldener Buddha, der auf einer kleinen Insel im Nord-Westen der Insel sitzt.

Big Buddha

Vom Big Buddha aus war es dann nur noch ein Katzensprung zum Wat Plai Laem. Hier warten riesige Statuen von Guanyin, ein weiblicher Bodhisattva (Erleuchtungswesen) des Mitgefühls, und von Budai (Glücksbuddha, lachender Buddha).

Wat Plai Laem

Guanyin

Budai at Wat Plai Laem
In Bo Phut, wo sich auch der Big Buddha und das Wat Plai Lahm befinden, habe ich am Knick der Road 4169 Richtung Süden am Strand halt gemacht. Von hier aus kann man die kleine Nachbarinsel Koh Mat Lang sehen. Man kann eigentlich sogar rüberschwimmen. Was mir negativ auffiel, ist der viele Müll der hier an diesem wunderschönen paradiesischen Strand rumliegt. Einfach abartig! Es waren keine Touristen an diesem Strand, von daher vermute ich eher Thais als Verursacher des Mülls. Auch viele alte Reifen und Bootsteile lagen hier rum, die stammen sicherlich nicht von Touristen.

Ko Mat Lang

Weiter ging es ein ganzes Stück die Road 4169 runter in den Osten der Insel. Im Osten liegt die Stadt Chaweng, die sehr touristisch geprägt ist. Die beiden großen amerikanischen Fast Food Burger-Ketten sind hier unter anderem ansässig. Mein Ziel in Chaweng war der Chaweng Beach. Es war zunächst allerdings gar nicht so einfach zum Strand zu gelangen. In Thailand sind viele Zugänge zum Strand zugebaut mit Hotels, Resorts, Bungalows, Bars und Restaurants. Man sieht das Meer in 10m Entfernung hinter der Häuserreihe, man sieht aber keine Straße die zum Strand führt. Und über die Privatgrundstücke will eigentlich auch nicht einfach laufen, es bleibt aber fast keine andere Wahl. Doch dann habe ich endlich eine kleine Zufahrtsgasse gefunden, in der ich meinen Roller abstellen und zum Strand laufen konnte. Endlich Abkühlung!

Über die beiden großen Inselstädte Lamai und Hua Thanon bin ich immer der Road 4169 entlang nach Ban Thurian gefahren. In Ban Thurian gibt es zwei Wasserfälle. Den Namuang Waterfall 1 mit einer höhe von 18m und den Namuang Waterfall 2 mit einer Höhe von 80m. Welchen Wasserfall lohnt es sich dann eher zu besuchen? Richtig, die Nummer 2. Im übrigen kommt man auf dem Weg zum Wasserfall an der Samui Shooting Range vorbei, falls man Bock auf’s Ballern hat. Am Wasserfall wird alles angeboten was das Touristenherz begehrt: Ein Photo mit einem Tiger, eine Quad-Tour durch das Gebiet des Wasserfalls, oder doch eine Safari Tour mit dem Off-Road-Jeep, oder wer mag lässt einen Elefanten dazu knechten ihn durch die Gegend zu tragen. Weil ich die Gefangenschaft von Tieren nicht unterstütze, habe ich die Elefanten und den Tiger in Ruhe gelassen. Für die Off-Road-Tour sollte ich ฿100 latzen, soweit in Ordnung, aber dann stellte sich heraus, dass die Tour erst in zwei Stunden, um 17 Uhr, losgeht. Also nahm ich die ฿100 lieber zurück und lief den Weg hoch zum Wasserfall. War gar nicht mal so weit, ca. 10 Minuten etwas bergauf, anstrengend bei der Hitze aber hält immerhin fit. Und dann musste man doch noch für den Walkway ฿50 blechen. Die Investition hat sich aber gelohnt, denn der Wasserfall ist echt lang und schön. Blöd nur, dass überall Rohre hingebaut wurden und Müll rumliegt ☹️. Wenn man Badesachen dabei hat, kann man im unteren Teil des Wasserfalls auch baden. Leider hatte ich meine Spiegelreflexkamera dabei und war alleine, daher fiel Baden für mich aus. Damn it! Es war echt heiß!

Nuameng Waterfall

Es ging weiter, nun schon wieder Richtung Norden von Koh Samui. Auf dem Weg habe ich am Sunset Restaurant, nahe dem Sunset Viewpoint, halt gemacht. Hier gab es einen Iced Thai Tea, Khao Pad Sapparot und Pla Gung. Khao Pad Sapparot ist gebratener Reis mit Ananas und wird manchmal auch in selbiger ausgehöhlt serviert, so wie hier im Sunset. Auf dem Gericht war etwas das wie Wolle aussah, Moo Yong. Moo Yong ist sehr stark getrocknetes Schweinefleisch. Sieht wirklich aus wie Wolle! Pla Gung ist ein Zitronengras-Salat mit Garnelen.

Khao Pad Sapparot und Pla Gung
Khao Pad Sapparot und Pla Gung

In Bang Por, im Norden, habe ich zuletzt noch den dortigen Strand besucht. Hier genoss ich auch den Sonnenuntergang. Den Zugang zu finden ist allerdings auch nicht einfach, hinter dem 7eleven muss man links abbiegen, in eine kleine Straße. Am besten der Beschilderung zum Mimosa Spa & Resort folgen. Am Ende der kleinen Straße fährt man links, ab jetzt gibt es nur noch eine Buckelpiste. Man fährt diese Buckelpiste immer weiter, bis man das Mimosa passiert, sowie später das La Perle Luxury Boutique Hotel, bis man schließlich am Boom Bay Bungalow ankommt. Für ฿50 Pauschalpreis darf man hier parken.

Sunset @ Bang Por Beach

Sunset @ Bang Por Beach

Sunset @ Bang Por Beach

Sunset @ Bang Por Beach

Nach einer Dusche im Hotel bin ich noch mal mit dem Roller die Straße auf und ab gefahren um nach etwas zu essen und einem Reisebüro zu suchen. Zunächst bog ich nach rechts ab und fuhr die Straße rauf. Am Ortende war ich immer noch ohne Abendessen und Transfertickets. Also U-Turn und die Straße in die entgegengesetzte Richtung abfahren, wieder am Hotel vorbei. Und dann wurde ich auch recht schnell fündig: Ein kleines Büro mit der Aufschrift „Tourist Information“. Hier konnte ich das Transferticket buchen. Dieses Mal war die Buchung über das Hotel leider nicht möglich. Wo es hingeht, verrate ich beim nächsten Blogeintrag 😉 und etwa 200m weiter fand ich auch ein kleines Street Food Lokal. Seit ich in Thailand bin esse ich wirklich nur Thai Food. Wer fliegt schon 10,000km um den Globus um einen schlechten Burger zu essen, wenn er hier das beste Thai Food der Welt bekommt? Und auch hier war das Pad Thai wieder ausgezeichnet, dazu gab es Pad Pak Boong Fai Daeng (im Englischen bekannt als „Stir Fried Morning Glory“). Das ist Wasserspinat mit Sojabohnenpaste, Chili (nach Bedarf), Knoblauch, Sojasauce und Austernsauce. Ein sehr typisches Gericht in Thailand. Die Kombination aus salzig, scharf, sauer und knusprig garantiert eine Geschmacksexplosion im Mund. Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich noch bei einem kleinen Obststand am Straßenrand Halt gemacht. Für ฿40 gab es hier ein Kilogramm Bananen und für weitere ฿35 eine Mango dazu. Alles aus Thailand!

Pad Pak Boong Fai Daeng
Pad Pak Boong Fai Daeng

Zurück im Hotel gab es noch eine lustige Begegnung: Ein kleiner Jingjok (kleine Hauseidechse) hat sich bei meinem Anblick so erschreckt, dass der die Wand hochgelaufen ist und an die Decke klettern wollte. Allerdings hat er an der Decke keinen Halt gefunden, ist runtergefallen und auf den Fliesenboden im Hausflur geklatscht. Hoffentlich hat sich der kleine Racker nicht weh getan 🙃.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s