Transfer von Bangkok nach Koh Tao

Tag 6: Transfer von Bangkok nach Koh Tao

4:30 Uhr. Verschlafen! Jetzt aber schnell die restlichen Sachen einpacken, aus dem Hotel auschecken und mit dem Taxi zur Khao San Road fahren. Dort wartet der Transferbus der Linie Lomprayah zur Insel Koh Tao. Die Linie Lomprayah ist auch der Betreiber des High-Speed Katamaran zur Insel. Koh Tao hat keinen Flughafen, deshalb kann man entweder mit Bus oder Zug über das Festland zur Fähre fahren (nach Chumphon), oder man fliegt nach Koh Samui und fährt dort mit dem Boot weiter. Von meinem Hotel an der Sukhumvit bis zur Khao San sind es gute 6,5 km. Laut Rezeption ist selbst Montagmorgens um diese Zeit viel Verkehr und ich solle daher lieber etwas früher los. Um 5:30 Uhr ist nämlich Treffpunkt am Reisebüro der Lomprayah-Linie nahe der Khao San Road.

Meine restlichen Sachen schnell zusammengeworfen habe ich im Hotel ausgecheckt und ein Taxi genommen. Der Taxifahrer offerierte zunächst einen Pauschalpreis von ฿150. Auf Pauschalpreise sollte man sich wegen Betrügereien nicht einlassen, meistens ist der Preis zu hoch, und einmal im Taxi ist die Forderung am Ende der Fahrt doch höher und man hat keinen Nachweis über den ursprünglichen Preis. Nachdem ich den Fahrer fünf mal gebeten habe das Taxi-Meter anzumachen, hat er lachend zugestimmt und das Ding angeschaltet. Und siehe da, es war wenig Verkehr und wir sind in keinen 15 Minuten angekommen. Das Taxi-Meter stand am Ende auch nur bei ฿83, also fast die Hälfte des mir angebotenen Preises, gezahlt habe ich ฿100.

Übrigens: Die Tickets für den Lomprayah-Tansfer von Bangkok nach Koh Tao kann man entweder direkt im Reisebüro an der Khao San kaufen, oder auf 12go.asia. Der Ticketpreis beträgt ฿1100. Im Internet ist dieser Preis etwas höher. Weil die Zahlungsmethoden via Internet aber nur Paypal oder Kreditkarte erlauben und ich die Gebühren vermeiden wollte, habe ich das Ticket über meine Tauchschule „Rainbow Fish Divers“ (tauchenmitstefan.de) gekauft. Hier musste ich per Überweisung auf ein deutsches Konto eine Anzahlung von 50€ leisten, das ging auch noch von Thailand aus (die Tauchschule bietet auch Paypal an). Dann hat mir Stefan eine Buchungsnummer via E-Mail zugeschickt mit der ich im Reisebüro einchecken kann.

Am Lomprayah Reisebüro hieß es einchecken. Man bekommt je nach Reiseziel eine andersfarbige Nummer die man sich auf’s Shirt kleben soll. Die Sitzplatznummer. Etwas Wartezeit später kam jemand und meinte „green sticker to the bus“. Die mit dem grünen Sticker, das waren wir. Da ich im Endeffekt scheinbar doch relativ früh war, hatte ich die Nummer 4. Die Nummern 3 und 4 habe die besten Sitze: Oben, vorne am Fenster, und mit viel Beinfreiheit 😁.

Sitzplatz im Lomprayah Transferbus

Um 6:15 Uhr ging es dann los Richtung Koh Tao. Der Bus hat ganz schön geschaukelt, war mehr als ordentlich klimatisiert (meine Stimme hat sich mittlerweile total verabschiedet) und wenigstens ruhig. So konnte man in Ruhe noch eine Runde Schlaf nachholen. Gegen 13:15 Uhr kam der Bus dann am Pier am thailändischen Festland bei Chumphon in der Höhe von Koh Tao an. Von Dort aus ging es rasch auf den High-Speed Katamaran, der auch schon um 13:30 Uhr ablegte. Unterwegs fing es ganz schön an zu schütten und das Schiff schaukelte hin und her. Zum Glück werde ich nicht seekrank und nutzte die Gelegenheit für eine weitere Runde Schlaf. Erstes Anlaufziel des Katamaran war Koh Nang Yuan, die kleine Nachbarinsel von Koh Tao. Dann gegen kurz nach 15 Uhr erreichte der Katamaran auch schließlich Koh Tao (bevor er weiter nach Koh Phangan und Koh Samui fährt). Hier angekommen wurde man am Pier von unzähligen Taxifahrern angequatscht. Ich lief erstmal ein Stückchen zum nächsten Geldautomat um Geld abzuheben. Danach habe ich mir einen kleinen Thai Imbiss gesucht und ein Chicken Basil bestellt — man, war das scharf, obwohl ich auf Nachfrage „not spicy“ sagte.

Nach dem Essen bin ich zu Fuß weiter Richtung Hotel. Es regnete immer noch. Unterwegs hat mich dann ein Taxifahrer angehalten und gesagt er würde mich für ฿300 zum Hotel fahren, welches eigentlich nur die Straße weiter bergauf lag. Wir haben uns dann bei ฿150 geeinigt und er fuhr mich zu einem „Sairee Seaview Hotel“, meine Unterkunft heißt allerdings „Sairee View Resort“. Also fragte ich ihn ob er sich sicher sei und er versuchte mir zu vergewissern, dass ich am richtigen Hotel sei. Nun gut, ich bin also ausgestiegen, die Treppe hoch und siehe da: Es war natürlich das falsche Hotel. Zum ersten mal in Thailand fühlte ich mich hinter’s Licht geführt. ฿150 für ca. 3 Minuten fahrt waren sowieso schon viel, aber dann noch am falschen Hotel absetzen und schnell abziehen … danke. (Auch egal, ging hier ja nicht mal um 4€.) Das einzige Problem war nun, dass ich den Berg doch hochlaufen durfte, denn die Straße wurde auch immer einsamer und andere Taxis waren nicht mehr in Sicht. Es regnete immer noch in Strömen. Spätestens jetzt hatten sich die wasserfesten Taschen bezahlt gemacht. Als wäre das alles nicht genug bin ich den Berg auch noch zu weit hochgelaufen und musste wieder 100m zurücklaufen um in einen kleinen Pfad einzubiegen an dem ich zuvor vorbeigelaufen bin.

Dann, endlich, habe ich meine Unterkunft, das Sairee View Whale Skeleton Resort, also doch gefunden. Ein Tscheche names Josef begrüßte mich und zeigte mir gleich mein Zimmer. Zunächst war ich etwas enttäuscht beim Anblick des grünen Poolwassers auf der Terrasse, das Zimmer ist allerdings okay. Es stellte sich später heraus, dass Josef sehr nett ist und mir sogar angeboten hat einen seiner Roller kostenlos zu nutzen um damit nach unten ins Dorf zu fahren, sowie ihn hoch auf den Berg zu seiner Villa zu begleiten um von dort Fotos der ganzen Insel machen zu können.

Entlohnt wurde ich schließlich mit diesem Sonnenuntergang, von der Terrasse des Hotels aus, als der Regen endlich mal eine Pause einlegte:

Leider sind die Wettervorhersagen für die ganze nächste Woche sehr bescheiden. Mir bleibt nur zu hoffen, dass es wie in Bangkok besser als erwartet wird und es nicht allzu viel regnet/stürmt. Wenigstens zwei Tage Sonne und Strand wären schon super!

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