Khao San und Chinatown

Tag 3: Khao San und Chinatown

Nachdem alle Tempel gestern besichtigt wurden, konnte die lange Hose heute endlich gegen eine kurze Hose ausgetauscht werden. Gegen 14:30 Uhr bin vom Hotel zur berüchtigten Khao San Road aufgebrochen. In der Altstadt Bangkoks, zu der auch die Khao San gehört, gibt es bei weitem keine Anbindung zur Metro oder dem Skytrain. Zum Laufen ist es auch viel zu weit. Daher wollte ich mir vor dem Hotel ein Taxi greifen. Der erste Taxifahrer hat mich einsteigen lassen, nur um dann „Khan San don’t know“ zu behaupten. Er wollte einfach nicht bei dem Verkehr quer durch die Stadt. Der nächste Taxifahrer hat mir einen Pauschalpreis von ฿200 angeboten, ich wollte aber lieber mit Taxi-Meter fahren (Preis sollte so bei ca. ฿150 liegen). Nachdem ich die 5m der ersten Taxifahrt zurück zum Hotel gelaufen bin, hat mir ein Hotel-Mitarbeiter ein Tuk Tuk angelächelt. Der Tuk Tuk-Fahrer forderte ฿250, geeinigt haben wir uns bei ฿200. Im Endeffekt wäre das klimatisierte Taxi doch schlauer gewesen, ohne die ganzen Abgase zu inhalieren. Das Tuk Tuk verspricht aber mehr Abenteuer.

Der Verkehr in Bangkok ist absolut verrückt. Jeder hat scheinbar Vorfahrt. Die Tuk Tuks und Roller quetschen sich gerne zwischen zwei Autos durch. So etwas wie Fahrspuren gibt es nicht. Blinker? Nur Dekoration. Gerne wird auch die Fahrspur des Gegenverkehrs verwendet um an allen anderen vorbeizufahren. Wenn es mal eine Fußgängerampel gibt und sie grün zeigt, sollte man als Fußgänger trotzdem vorsichtig sein. Roller und auch Autos fahren gerne mal über die rote Ampel. Und wenn es überhaupt mal einen Fußgängerweg gibt, kann es trotzdem sein, dass sich auf diesem von hinten ein Rollerfahrer vorbeidrängt.

Wie auch immer. Nach 30 Minuten Tuk Tuk-Fahrt an der Khao San angekommen, bin ich die Khao San ein mal runtergelaufen. Irgendwie habe ich mir mehr erwartet. Man hört so viel über die Khao San als Backpacker- und Touristen-Zentrum. Zwar wurden mir gegrillte Skorpione angeboten, allerdings war die Straße insgesamt relativ leer, und weniger Touristen unterwegs als erwartet.

Khao San

Außerdem ist die Khao San ziemlich kurz. Das andere Ende der Khao San erreicht man nach gefühlten 5 Minuten. Also bin ich am anderen Ende der Khan San weitergelaufen, runter zum Chao Praya Fluss. Hier dann am Pier entlang, ohne Schatten, bei senkender Nachmittagssonne, bis zur Station 13 (Phra Arthit). Auf dem Weg noch ein Foto machen:

Bangkok Skyline

Dann aber wieder aufpassen, die Chao Praya Express Line (Orange Line) zu erwischen und keine der Tourist Lines. Generell geht es an den Piers, bis auf den Central Pier, ziemlich drunter und drüber. Es ist quasi nichts ausgeschildert. Nachfragen bringt mangels Englischkenntnisse manchmal auch nicht viel. Die Piers sind aber klein (2-3 Anleger). Am einfachsten sind die Boote der Orange Line an den lustigen Pfeiffkommandos des Bootsmannes zu erkennen. Die Fahrtrichtung schließt man am besten aus der Richtung aus der das Boot ankommt. Es wird in dieselbe Richtung in die der Bug zeigt weiterfahren. Also vorher einfach auf Google Maps schauen in welche Richtung man fahren muss. Dann einfach einsteigen und die Frau mit der Klapperkasse suchen um ein Ticket zu kaufen. Wir erinnern uns: ฿15, egal wie weit und welche Richtung. Dieses mal besser keinen Platz am Fenster, es ist 16 Uhr, die Sonne knallt und leichter Sonnenbrand ist noch von gestern übrig. Allerdings war doch noch ein Foto von Wat Arun drin:

Wat Arun

An der Station 6 (Saphan Phut) bin ich ausgestiegen. Geradeaus durch den anliegenden Park kommt man zu Wat Ratchaburana Ratchaworawihan (Wat Liap), einem kleinen Tempel. Wat bedeutet übrigens Tempel.

Von hier aus bin ich nun nur noch Richtung Osten, nach Chinatown, gelaufen. Auf dem Weg dahin liegen noch weitere diverse Wat (Tempel), die man je nach Gusto mitnehmen kann, z.B. Wat Chakkrawat. Bis nach Chinatown ist es vom Saphan Phut schon ein kleines Stückchen zu laufen, allerdings gibt es neben den Tempeln auch immer wieder kleine, interessante Gassen zu entdecken:

Dirty Bangkok

Buddhas

Chinatown selbst ist äußerst witzig anzusehen. Es ist eng, ein schmaler Gang in der Mitte, es wimmelt von Menschen, links und rechts sind Stände mit Krims Krams, und es gibt typisch für Thailand sehr viel Street Food. Und mitten durch die Menschen drängen sich Roller und mobile Street Food Stände. Von der Armbanduhr bis zur Handyhülle gibt es hier alle in Asien hergestellte Produkte die das Herz begehren.

Chinatown

Chinatown

Chinatown

Chinatown

Chinatown

Chinatown

Street Food

CLOSED

Obwohl ich vorhin noch geschrieben habe, dass es viel zu weit zum Laufen ist, bin ich nach Chinatown wirklich noch bis zum Hotel an der Sukhumvit zurückgelaufen.

Bridge

Trains

Unterwegs war es ganz schön stickig an den Schnellstraßen. Die Bürgersteige (Ohja, es gibt sie! Manchmal!) verlaufen direkt daneben. Man konnte die ganzen Abgase sprichwörtlich schmecken. Insgesamt habe ich heute ca. 15km zu Fuß zurückgelegt. Entlohnt wurde ich allerdings mit der Architektur und der Skyline an der Sukhumvit bei der nun einbrechenden Dämmerung und Nacht (der Übergang von Sonnenuntergang zur Nacht geht hier recht schnell, in ca. 1h):

Bangkok Architecture

Bangkok Skyline

Bangkok Architecture

Central World Bangkok

Bangkok Architecture

Bangkok Skyline

Bangkok Skyline

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