Ankunft in Bangkok

Tag 1: Flug und Ankunft.

Mit Thai Airways ging es am Dienstagabend, 28.03., ab Frankfurt los. 10 Stunden. Non-Stopp. Was hatte ich ein Glück: Die zwei Sitzplätze neben mir im Flieger waren nicht besetzt und ich hatte somit eine ganze Sitzreihe mit drei Sitzen nur für mich, zum Beine hochlegen.

Sitzreihe
Die beiden Sitze neben mir im Flieger waren frei. Ich glücklicher!

Generell kann man Thai Airways nur loben, das Entertainment ist super. Zum Abendessen habe ich den Film Arrival geschaut. Während The Intern bin ich dann eingeschlafen. Aber zum Glück gibt es ja immer ein schreiendes Baby an Bord eines Fliegers, das einen aus dem Schlaf reißt.

Die vom Flieger zurückgelegte Strecke hat mir irgendwie imponiert — all die überflogenen Länder!

In Bangkok angekommen ist der Flieger gefühlt im Wasser ersoffen. Es hat so übel geschüttet, dass sogar Wasser durch das Dach des Flughafens lief und Eimer aufgestellt wurden. Nachdem ich den Baggage Claim verlassen habe, schien allerdings schon wieder die Sonne. Total Verrückt! Dementsprechend ist nun das ganze Wasser verdunstet und Saunawetter hat sich eingestellt.

Eine Kommilitonin aus dem Master-Studium hat mich am Flughafen mit dem Auto abgeholt. Wir waren anschließend zusammen im Einkaufszentrum und haben mir eine thailändische SIM-Karte von Truemove besorgt. Mit 4GB LTE hat die Karte um die ฿600 gekostet. Anschließend hat sie mich direkt am Hotel abgesetzt. Ohne sie wäre das alles wesentlich umständlicher gewesen. Für Taxifahrer sind Touristen, die gerade am Flughafen ankommen, immer leichte Beute.

Mein Hotel ist das Citrus 11 Sukhumvit, ein 4-Sterne Hotel im neuen Bangkok, in der Nähe des Skytrain-Systems. Der erste Eindruck ist ganz okay. Den Tag habe ich mit weiterer Reiseplanung und einer Tour durch das anliegende Viertel ausklingen lassen. Ich habe mir vorgenommen, früh ins Bett zu gehen und früh aufzustehen um den ganzen Touri-Kram möglichst an einem Tag hinter mich zu bringen.

Tag 2: Den Touristen-Kram an einem Tag hinter sich bringen.

Als Grundlage für meine Tour habe ich bei meiner potenziellen Tauchschule einen Bangkok-Tagestrip durch alle Sehenswürdigkeiten gelesen. So brach ich am Donnerstagmorgen nach einem entspannten Frühstück gegen 8:30 Uhr zur BTS Skytrain Station Nana auf. Das Skytrain-System ist super easy zu verwenden, auch eine Fahrkarte zu kaufen ist einfach. Bei den Pattayafans findet man eine gute Erläuterung dazu. Man kann das Ticket aber auch einfach am Schalter kaufen, das ist praktisch wenn man das Geld nicht passend in Münzen hat.

Auf der Rückseite der Fahrkarte findet sich das Streckennetz. Mein Ziel war der Central Pier an der Station Saphan Taksin. Dafür musste ich an der Station Siam zwischen den beiden Skytrain-Linien umsteigen.

An den Stationen sind alle Richtungen gut ausgeschildert, auch in Englisch. Zusätzlich sind alle Stationen durchnummeriert, Nana ist z.B. E3. So kann man die Stationen sicher nicht verwechseln oder eine Station verpassen. Auch im Skytrain selbst ist die Fahrstrecke mit roten und grünen Lämpchen gut nachvollziehbar dargestellt.

An der Station Saphan Taksin verlässt man die Station einfach und läuft gerade aus Richtung Fluss zum Central Pier. Hier muss man aufpassen, dass man die Orange Line nimmt. Diese kostet pauschal ฿15 pro Fahrt, egal wie lange man fährt. Ich war zunächst am falschen Stand einer anderen Linie, hier wollte man ฿100 für eine Fahrt. Wahrscheinlich eine Touristen-Rundfahrt. Den Braten gerochen habe ich mich doch noch mal am Pier umgesehen und die Orange Line gefunden. Hier musste ich die erwarteten ฿15 hinlegen. Die Orange Line hat tatsächlich Boote mit orangenen Linien, und thailändischen Flaggen.

Orange Line
Orange Line

Nach kurzer Wartezeit ging es mit dem Boot über Bangkoks Fluss, den Chao Phraya, bis zur Station 9 mit dem Namen Tha Chang. Alle Stationen sind eigentlich nummeriert, aber oftmals fehlt an der jeweiligen Station ein Schild mit der Nummer. Die Fahrt über den Fluss sollte man genießen. Ich empfehle einen Platz „am Fenster“:

Bangkok riverside

Bangkok riverside

Der Tha Chang Pier liegt direkt am Grand Palace, dem großen Königspalast mitten in Bangkok. Am Pier einfach geradeaus an den ganzen Marktständen vorbeilaufen, dann sieht man schon auf der linken Seite der Straße den Einlass zum Grand Palace, und rechts die Mauer des Palasts:

Palace Wall

Für den Einlass zum Palast sollte man auf angemessene Kleidung achten. Ich habe das bereits in der Packliste erwähnt. Für Männer gilt daher: Lange Hose ohne Löcher, ohne freie Knie, bis über die Knöchel, und ein T-Shirt (kein Tanktop!), dazu geschlossene Schuhe (keine Flip-Flops!). Da muss man leider durch, trotz über 30° C.

Der Eintritt zum Palast kostet ฿500, andere Sehenswürdigkeiten sind aber im Preis mit inbegriffen. Im Palast gibt es jedes Menge Tempel, Statuen, und Buddhas zu beobachten:

Grand Palace

Grand Palace
Grand Palace

Statues at the Grand Palace

Statues at the Grand Palace

Statues at the Grand Palace

Grand Palace

Grand Palace

Grand Palace

Statues at the Grand Palace

Statue at the Grand Palace

Grand Palace

Grand Palace

Statue at the Grand Palace

Grand Palace

Grand Palace

Grand Palace

Man muss aber sagen, dass es nicht wirklich Spaß gemacht hat. Der Grand Palace war gut durch asiatische Reisegruppen besucht, die gerne mit Regen- bzw. Sonnenschirmen rumlaufen. Also aufpassen, dass man so ein Ding nicht ständig ins Gesicht bekommt. Zusätzlich war wohl ein Mitglied der Königsfamilie im Palast, weshalb auf einmal alle aus einem Teil des Komplexes herausgescheucht wurden, ohne dass man wirklich Informationen darüber erhalten hat, wieso. Dadurch wurde das Gequetsche im Rest des Komplexes noch größer. Nach einer halben Stunde wurde der Palast wieder für die Allgemeinheit freigegeben. Aber leider ist scheinbar aufgrund des Trauerjahres ein weiter Teil des Komplexes gar nicht begehbar. Wer Fotos machen will muss ständig damit rechnen, dass jemand durch das Bild läuft, und man kann die Gebäude gar nicht in ihrer gesamten Schönheit in Szene setzen.

Nach dem Verlassen des Komplexes durch den Eingang durch den wir gekommen sind, kann man links die Straße runter zu Fuß zu Wat Pho laufen. Wat Pho ist ein größerer Tempelkomplex. Hier kostet der Eintritt weitere ฿100 (kostenlose Flasche Wasser inklusive). Wat Pho ist vor allem für den riesigen liegenden Buddha bekannt:

Wat Pho

Auf der Anlage befinden sich weitere Tempel. Und Buddhas. Und noch mehr Buddhas.

Buddhas at Wat Pho

Buddhas at Wat Pho
Wat Pho

Buddha at Wat Pho

Wat Pho

Wat Pho

Buddhas at Wat Pho

Buddhas

Wenn man Wat Pho durch den Ausgang auf der Rückseite verlässt und einmal rechts um das Gebäude läuft, findet man auf der linken Seite einen Pier. Hier kann man eine Pendelfähre für ganze ฿4 (one-way) auf die andere Flussseite zu Wat Arun nehmen. Den Eintritt von aktuell ฿50 kann man sich wahrscheinlich schenken. Das Gebäude ist außerdem zurzeit in ein Gerüst gehüllt und von daher nicht so schön von außen anzusehen. Im Nachhinein muss ich sagen, hat sich die Überfahrt nicht gelohnt.

Wat Arun

Mit der Pendelfähre kann man für ฿4 wieder zurück zum Tha Tien Pier pendeln. Komischerweise wird dieser Pier aber (zurzeit?) nicht von der Orange Line bedient. Deshalb muss man drüben angekommen wieder zurück links die Straße hoch zum Tha Chang Pier laufen. Ab hier kann man die Orange Line zum Tewes Pier (Station Nr. 15) nehmen. Dort angekommen bin ich mit dem Tuk Tuk — meine erste Tuk Tuk Fahrt — zur Ananta Samakhon Throne Hall gefahren.  Der Fahrer wollte zunächst ฿150 von mir. Ich konnte ihn allerdings auf ฿75 runterhandeln (wahrscheinlich immer noch zu viel). Aber es gibt hier ja auch nur um wenige Euro, das darf man nicht vergessen. Und eigentlich sollte er mich zur Vimanmek Mansion bringen, hat mich aber vor der Throne Hall abgesetzt. Also bin ich erstmal in den Garten der Throne Hall gelaufen:

Memorial Crowns of the Auspice

Ananta Samakhom Throne Hall

Der Besuch der Throne Hall ist Teil des Tickets vom Grand Palace. Allerdings wimmelte es auch hier von asiatischen Reisegruppen, die mir den Spaß verdarben und ich entschied mich, die Vimanmek Mansion zu suchen.

Wie ich nach zweimaligem Nachfragen an der Throne Hall erfahren habe, ist die Vimanmek Mansion geschlossen, die Gründe waren mal Reparatur, mal wegen des Trauerjahres. Allerdings wollte ich sie zumindest von außen sehen und das eine oder andere Foto machen. Man wies mir den Weg: Raus aus dem Garten und links herum um die Throne Hall Anlage am Dusit Zoo vorbei. Doch dort war Endstation: Polizeiabsperrung. Vielleicht hätte man die Vimanmek Mansion noch von der anderen Seite sehen können. Allerdings war es mega warm in der Nachmittagshitze und so fiel die Entscheidung, dass es genug Sightseeing für heute war. Ab nach hause.

Nach einer Dusche im Hotel, bin ich auf ein Abendessen in die Above Eleven Skybar quasi gegenüber meines Hotels. Vom 32. Stock aus hat man eine super Aussicht über die gesamte Stadt und auf die mächtige Skyline Bangkoks. Zum Essen gab es leckere California Rolls und Tuna Sashimi, dazu ein Wasser. Inklusive einer 10% Service Fee für insgesamt ฿1200. Allerdings muss man sagen, dass es schon fast unangenehm war dort zu essen. Der Wind hat ganz schön gepfiffen. Am Ende ist mir sogar die Rechnung in Bangkoks Nachthimmel davongeflogen. Immerhin war’s kein Geldschein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s